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Stressmanagement

Ziele des Stressmanagement sind: Die Belastungen der Einsatzkräfte vermindern, die psychische Belastbarkeit erhöhen und Hilfe für die Verarbeitung anbieten. Diese Ziele müssen in Vorbereitung, Einsatz und Einsatznachbereitung angestrebt werden.

 

Vorbereitung

  • Persönliche Vorbereitung
    Denke über dein Leben nach und nutze deine Zeit richtig, finde deine eigenen Prioritäten, versuche deine Kraft sinnvoll einzuteilen. Vermindere Konkurrenzdenken und Aggressivität. Gönn dir und anderen regelmäßig Pausen. Lerne eine Entspannungstechnik. Reduziere den Einsatzstress durch gedankliche Vorbereitung. Versuche, strukturellen Stress (Nachtschichten, schlechtes Arbeitsklima, schlechte Ausrüstung) abzubauen oder zu beherrschen, beobachte deinen beruflichen und privaten Lebensstil, treibe regelmäßig Sport, esse vernünftig. Vermeide Drogen, Alkohol, Nikotin und überflüssige Medikamente.
  • Soziales Umfeld
    Die Unterstützung durch deine Organisation und deine Familie ist ein wichtiger Faktor für deine psychische Belastbarkeit. Bemühe dich deshalb, zusammen mit deinen Kolleginnen und Kollegen, ein gutes Betriebsklima zu schaffen. Sprich mit deinem Lebenspartner, wieweit deine Tätigkeit in das Familienleben eingreifen darf. Zeige deinen Angehörigen möglichst viel von deiner Arbeit, damit sie dich besser verstehen können.
  • Technik, Taktik, Schulung
    Bemühe dich um gute Aus- und Fortbildung. Beteilige dich an der Fortentwicklung von Technik und Taktik. Bedenke immer, dass es in diesem Bereich um den Schutz deines eigenen Lebens geht und auch um fachliche Kompetenz, die Stress vermeiden hilft. Wenn du weißt, dass du fachlich gut bist, arbeitest du souveräner und stressfreier.

 

Einsatz

Es gibt Methoden, Stress schon im Einsatz entgegenzuwirken. Eine besteht darin, sich selber Anweisungen zu geben. z.B.: "Anhalten, durchatmen!" Das Anhalten hilft, die Situation neu zu überdenken; das bewusste Durchatmen beruhigt Atmung und Puls. Ähnlich wirken positive Selbstgespräche, mit denen man sich selber Ruhe zusprechen kann. z.B. "Ich kann das, ich habe einen ähnlichen Einsatz schon einmal bewältigt. Ich bin gut." Auch bestimmte Atemtechniken können im Einsatz hilfreich sein. z.B.: Einatmen, Luft 5 sec. anhalten, Ausatmen. Eine Möglichkeit zum bewussten Entspannen besteht darin, alle Muskeln auf einmal anzuspannen und nach 2 sec. wieder zu lösen. Falls du in einem Einsatz Probleme festgestellt hast, sprich hinterher mit deinen Kolleginnen und Kollegen darüber und überlegt gemeinsam, wie sie beseitigt werden können.

 

Nachbereitung

Negative Reaktionen nach besonders belastenden Einsätzen können verhindert oder gemildert werden, wenn daran gearbeitet wird, die Belastungen wieder abzubauen. Eine gute Möglichkeit ist das Gespräch mit dem eigenen Lebenspartner, denn dieser ist der Mensch, der einen am besten kennt.
Sehr hilfreich kann ein Gruppengespräch sein, z.B. in Form eines SBE-Gesprächs. In einigen Berufsgruppen hat man gute Erfahrungen mit regelmäßigen Gruppengesprächen gemacht.

Sie bieten Gelegenheit, Gefühle und Gedanken zu äußern und einander mitzuteilen. Auch Einzelgespräche mit professionellen Gesprächspartnern können hilfreich sein. Daneben gibt es individuelle Aufarbeitungsmöglichkeiten, z.B. Entspannungstechniken, Tagebuch schreiben und entspannende Hobbies.

Seelsorgerliche Gespräche, Beichte und Gebet können gläubigen Menschen helfen. Grundsätzlich ist es immer hilfreich, wenn man sich nach belastenden Einsätzen selber etwas Gutes tut. Auch ein Tapetenwechsel, Stressvermeidung und Sport können gut tun.

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