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Konzept CISM

Das CISM - Modell nach Mitchell basiert auf einer engen Zusammenarbeit zwischen sogenannten „Peers“ und „Mental Health Professionals“ (MHP’s). 

Der Begriff Peer kommt aus dem angelsächsischen Sprachraum und bedeutet „Gruppenangehöriger“ (im weitesten Sinne).

"Peers"

Im Zusammenhang mit dem CISM – Konzept versteht man unter Peers besonders geeignete Angehörige einer Organisation oder Institution, die durch entsprechende Schulung in die Lage versetzt und qualifiziert werden, nach Ereignissen oder Einsätzen, die das gewohnte Erfahrungsspektrum bei weitem übersteigen und somit eine besondere Belastung hervorrufen, posttraumatische Belastungsreaktionen zu erkennen und „psychologische Erste Hilfe“ (Selbst- und Kameraden-/Kollegenhilfe) durch akute Krisenintervention zu leisten.

 

Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen, assistieren sie dem hinzugerufenen (institutions-/ organisations-internen oder externen) MHP bei der Durchführung eines Critical Incident Stress Debriefings (CISD), das bei Bedarf in der Regel ca. sechs bis zehn Tage nach Ende des Ereignisses / Einsatzes durchgeführt wird. Falls erforderlich unterstützen sie Betroffene bei der Vermittlung in eine qualifizierte Traumatherapie.

 

Voraussetzung für die Ausbildung zum Peer sind neben der Kenntnis des institutions- / organisationsspezifischen Umfeldes Freiwilligkeit, soziale Kompetenz (manche Institutionen / Organisationen lassen ihre Peers von der Belegschaft wählen) und hohe psychische Belastbarkeit.

„Mental Health Professionals“

sind im deutschsprachigen Raum aufgrund des gegenüber den USA unterschiedlichen Ausbildungssystems in der Regel Angehörige akademischer Heilberufe mit entsprechender Zusatzqualifikation (die gelegentlich zu lesende Übersetzung „psycho-soziale Fachkräfte“ ist falsch, irreführend und somit unseres Erachtens unzulässig).

 

Sie sind die einzigen, die sämtliche Maßnahmen des CISM einschließlich der gegebenenfalls einzuleitenden weiterführenden Nachsorge (z.B.Therapie) durchführen dürfen. Sie stehen darüber hinaus ausgebildeten Peers jederzeit als Berater zur Verfügung. In begründeten Ausnahmefällen können Angehörige anderer Berufe mit psycho-sozialer Ausrichtung nach Erbringung des Nachweises entsprechender Zusatzqualifikation und nach Einzelfallprüfung zur Leitung von CISD’s autorisiert werden, ohne daraus jedoch das Recht ableiten zu können, sich Mental Health Professionals zu nennen.

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